Posts in Category: Tage 7. – 13.

13. Tag

Es sollte lang werden . . .

Von Nersingen bei Ulm über Augsburg bis nord-östlich hinter München führte eine aussichtsreiche Tour (155Km) auf den Höhen dieser Landschaft. So ergab sich bei Freienried mein erster Blick auf die schneebedeckten Alpen und kurz vor Dachau der Blick auf München mit dem Fernsehturm und dem Olympiastadion. Dazwischen zeigte sich die malerische Anmutung der Orte mit Kirchen und Häusern, die allerdings durch moderne Neubauten allmählich ihren Charme verlieren.

. . . 22:15 Uhr – Ankuft in Goldach.


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12. Tag

Zunacht als Abschluß meiner Tour von Stuttgart nach Nersingen geplant, zeigte sich dieses Teilstück vom Zwischenstop in Laichingen nach Nersingen als motivreiche und landschaftlich ergiebige Tour (55Km). Bewußt zunächst mit einer Schleife über Heroldstatt nach Blaubeuren begonnen, fand die Route ihren Höhepunkt am Blautopf in Blaubeuren. An der zweit größten Karstquelle Deutschlands entspringt aus einem mehr als 11Km langen Höhlensystem der Fluß Blau, der auf Ulmer Stadtgebiet nach 15Km in die Donau mündet. Nach einem kurzen Abstecher zum Ulmer Münster (eingerüstet und mit Bühne vor dem Hauptportal) führte der direkte Weg zu meinem Lieferanten für Kräuter und Gewürze in Nersingen-Straß.

Der Umgang mit Kräutern und Gewürzen verlangt viel Sorgfalt und noch mehr Erfahrung. 54 Jahre Berufspraxis auf sich zu vereinen, sichert beides in großem Maße. Teilhaben durfte ich an diesem Wissen durch beeindruckende Erklärungen, wo es drauf ankommt bei Einkauf, Lagerung und Verarbeitung der Produkte. Insbesondere eine verträgliche Lagerung, bzw. eine strikte Trennung unterschiedlicher Sorten von der Lagerung bis hin zur Versandverpackung sind wichtig. Die eigene Anfertigung von Gewürzmischungen aus reinen Grundzutaten sichert, dass nur drin ist, was rein soll. Der bewußte Verzicht auf Zusatzstoffe und Verbesserungshelfer sind auch mir als Kunde ein wichtiges Argument bei meiner Entscheidung, wo ich meinen Bedarf an Kräutern und Gewürzen einkaufe. Selber schon über 25 Jahre Kunde werde ich dies nach meinem Besuch auch weiterhin mit ruhigem Gewissen fortführen.


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11. Tag

Auf dem Weg von Stuttgart nach Nersingen zu Kräuter Mieke (http://www.kraeuter-mieke.de) über die Schwäbische Alb war klar, dass sich mir etwas in den Weg stellen würde – der Albaufstieg. Es hätte die Möglichkeit bestanden, von Stuttgart am Neckar bis zur Mündung der Filz zu fahren und dann ab dort den Aufstieg über Laichingen zu absolvieren. Etwas getäuscht hatte die Planung über die Variante Neidlingen und Wiesensteig. Obwohl direkt im Biosphärenreservard Schwäbische Alb gelegen und damit in einer traumhaft schönen Landschaft, forderte diese Route mit einem unplanmäßigen Zwischenstop in Laichingen ihren Preis. Wobei diese Variante noch die Option gelassen hätte, den zwischenzeitlichen Abstieg nach Wiesensteig zu ersparen. Hinterher ist man immer . . .

Die stabile Wetterlage und die imposanten Wolken gaben eine noch intensivere Stimmung im Zusammenspiel mit den Bergen, die an dieser Stelle nahezu aus der Fläche empor in die Höhe streben. Im Nachhinein möchte ich auf diese Tour genau so nicht mehr verzichten, wie auf alle Touren zuvor auch nicht.


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10. Tag

Nicht wirklich weit von Perouse nach Stuttgart war die Tour (38Km) zu meiner Gastgeberin Birgit Neusser (http://www.dielandfrau.com) durch eine sehr grüne Landschaft. Schon erstaunlich, dass die großen Städte wie urbane Inseln in der Natur liegen. Auf gut ausgeschilderten Radwegen ging es in einer Schleife über Leonberg südlich um Stuttgart ins Zentrum und am Großprojekt Hauptbahnhof S21 in den Norden zum Ziel.

Frühzeitig eingetroffen, durfte ich die Zubereitung der Gerichte miterleben. Ein rustikaler Tomatensalat und ein Spargelsüßkartoffelsüppchen zur Vorspeise, frische Spätzle mit Apfelrotkraut und Geschnetzeltem von Demeter Berte als Hauptgang sowie Vanilleeis mit Quittensirup als Nachspeise machten einen gelungenen Abend. Spätestens bei den frisch zubereiteten Spätzle dürfen die fertig gekauften in Frage gestellt werden.

Hausgemachte Lebensmittel, ob selbst gemacht oder aus der kleinen Manufaktur gekauft, sind noch immer das ursprünglichste. In industrieellen Produktionen sind viele Zusatzstoffe nur enthalten, um die Ware maschienengängig zu machen. Also weder zur geschmacksverbesserung noch für eine bessere Haltbarkeit.


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9. Tag

Rastlos am Ruhetag – Mein Gastgeber Werner „Ape Derfan“ hat mich durch seine Heimat um Perouse, Leonberg und Stuttgart geführt und mir bemerkenswerte Einblicke in regionale Höhepunkte gezeigt. Besonders die Ausblicke von den Bergen hinunter auf die Orte sind sehenswert.

Am Abend besuchte uns Diana Hahn und so kochten wir zu dritt schwäbische Maultaschen mit Hackfleich-Spinat-Füllung.



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8. Tag

Von meinem Zwischenstop in Morsbronn-les-Bains habe ich mich auf den Weg gemacht zu meinem Gastgeber Werner „Ape Derfan“ in Perouse bei Pforzheim. Im Elsaß verläuft die Tour gut beschildert auf ausgewiesenen Radstrecken weniger hügelig als am Tage zuvor. Am Rhein folge ich dem europäischen Rheinradweg. Die Fähre zwischen Neuburg und Rheinstetten verkehrt nach dem Hochwasser erst am dritten Tag wieder und so gelange ich auf dem direkten Weg nach Ettlingen. Ab hier wird es über Pforzheim bis zum Ziel ein stetiger Anstieg auf die Höhe.

Nach meiner Ankuft am Abend haben wir gemeinsam schwäbischen Kartoffelsalat mit Würstchen und einen erfrischenden Radieschensalat zubereitet. Der Weg zu einem Kartoffelsalat über eine frisch gekochte Brühe braucht einfach seine Zeit. Am Ende dieser Zeit, die wir mit guten Gesprächen über regionale Küche ausgefüllt haben, stand ein geschmackvoller und stärkender Salat bereit zu recht später Stunde.


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7. Tag

Auf dem Weg von Saarbrücken nach Perouse habe ich einen Zwischenstop eingelegt in Morsbronn-les-Bains in der Nähe von Wissenbourg in Frankreich. Die Tour (90Km) führte mich zunächst an der Saar entlang nach Saargemünd und dann quer über die nördlichen Vogesen runter in das Departement Bas-Rhin. Sehr erfreulich, wie gut der Weg an vielen Strecken geführt war ausdrücklich für Radfahrer. Allerdings ging es auch auf größeren Landstraßen von Ort zu Ort und von Bergkuppe zu Bergkuppe. Bis über 400m ü.N.N. zeigte dabei mein Navi an. Bedingt durch die vielen Abfahrten mit Gepäck verlangten die Bremsen nach einer Justage.

Im Restaurant des Hotels gab es Flammkuchen mit Munster Käse und dunkles Spezialbier. Betrachtet man die wechselvolle Geschichte dieser Region, dann ist es ganz im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft regionaltypisch. Mögen wir nie vergessen!

Mein Gedanke am Abend: Das Brett ist leer . . .


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