Posts in Category: Tage 28. – 34.

34. Tag

Auf den Weg von Glaisin nach Geesthacht zu meiner Gastgeberin Regina Ebeling führte mich meine Tour (92Km). Erneut zeigte sich, dass es in Deutschland noch Landschaft ohne Wege gibt. Zumindest ohne Wege, die einen Mindestanspruch für Radfahrer erfüllen. Besonders heftig wurden einige Km Straße, die in kurzen Abständen von ca. 30cm harte 5cm hohe Wellen aufwies. Hier war vor lauter heftigen Schlägen an fahren nicht mehr zu denken. Immer wieder Kopfsteinpflaster in defektem Zustand, Betonplattenwege mit teilweise heraus schauendem Eisen und tiefe Sandwege machten diese Tour zur Tortur. Erst entlang einer Landstraße und später einer Bundesstraße wurde der Fahrradweg wieder fahrbar. Ein ausgewiesener Teil der Elberoute führte dann sogleich wieder in eine Wiese. Hier darf nachgearbeitet werden im Sinne des gewünschten Tourismus.

Nach diesen Bedinungen, es soll kein Jammern sein, war die heiße Soljanka Suppe eine Wohltat. Labskaus als Hauptspeise waren eine deftige Mahlzeit zur Stärkung. Hamburger rote Grütze mit Früchten und Vanillesauce stimmten mich zunächst versöhnlich.



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33. Tag

Kein Bett im Kornfeld . . .

Lange dauerte es, bis ich in einem der wenigen Orte zwischen Lenz und der Übernächsten Station Geesthacht eine Übernachtung fand. Lust auf Ludwigslust hatten zuvor schon andere und so fand sich noch ein sehr schönes Zimmer in Glaisin in der Nähe von Ludwigslust. Die Tour (92Km) verlief durch mitunter fast leere Landschaft, teilweise verlassene Dörfer und Wege, die Reiseradler an ihre Grenzen bringen. Hier zeigte sich unabhängig von der Schafskälte zum ersten Mal, das nicht in jeder Landschaft gleich lange Touren zu bewerkstelligen sind. Doppelte Anstrengung ergibt in Zukunft halbe Strecke.

Rettung in letzter Not war ein Brot von einem Bäcker, wo ich alles außer diesem erwartet hätte. Seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, war es schnell zur Hälfte verspeißt und dazu noch ein übergroßes Stück Rhababerstreusel. Einige Orte weiter gab es einen Dorfladen „Der Landmann“ bei dem ich meine Verpflegung bis in den Abend mit Wurt, Käse, Schokolade und einem Eis ergänzte.



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32. Tag

Angenehmer als zuvor verlief die Tour (120Km) zu meinem Gastgeber Thorsten Falk im Lenzer Krug in Lenz am Plauer See ( http://www.falk-seehotels.de/seehotels/lenzer-krug ). Wo die beiden Touren zuvor rechtwinklig zu den Bodenwellen der Eiszeit verliefen, war es heute bedingt durch die Himmelsrichtung mehr entlang. Dies bedeutet ganz sich nicht flach, aber moderater. Wobei einige Anstiege hier nicht zu vermuten waren für mich. Kein Wunder eigentlich, wenn in der Karte die Mecklenburgische Schweiz ausgewiesen ist. Beeindruckend sind die Blicke auf die Seen der Mecklenburger Seenplatte gewesen. Besonders der Blick von einem Aussichtsturm gleich neben der Straße machte mir die Landschaft sehr gut deutlich.

In Kaffee gebeizter Saibling aus dem Gehlsbach auf Plauer Spargelsalat und Frankfurter Grüne Sauce aus Mecklenburger Kräutern zur Vorspeise waren eine leckere Eröffnung. Zur Hauptspeise gab es Klein Wangeliner Maibock sous-vide aus eigener Jagd unter der Nusskruste auf Mairübchen und Waldpilz-Pappardelle. Sauerampfer-Creme-Brulee mit Rhabarber-Crumble und Vanille-Rahabarber sous-vide mit marinierten Erdberen schlossen sich als Nachspeise an.


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31. Tag

Die Tour (125Km) zu meiner Gastgeberin Anja Goritzka nach Greifswald, wen hätte es gewundert, setzte sich so eiszeitlich fort wie am Tag zuvor. Allerdings nicht nur wegen der Wellen in der Landschaft, sondern auch von der kalt gewordenen Wetterlage – es wurde anstrengend, wenn echte Winterkleidung nicht in der Tasche ist. Das Landschaftsbild wurde geprägt durch Ackerbau und Kiefernheine, Ackerbau und Kiefernheine, Ackerbau und Kiefernheine.

Eine Spargelsuppe mit Einlage wärmte mich schnell wieder auf. Fischtüfte mit Dreierlei gegrilltem Ostseefisch und Gurkensalat als Hauptspeise und zur Nachspeise Erdbeeren ließen mich zufrieden ins Bett fallen.



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30. Tag

Ortsteile gibt es aus gutem Grund . . .

Von Berlin nach Greifswald bedurfte es einer Zwischenübernachtung. Gefunden hatte ich diese nach meiner Meinung in Prenzlau in der Uckermark. So waren 120Km geplant. Nach einem Anruf kurz vor dem vermeindlichen Ziel stellte sich heraus, dass die Wassermühle (http://www.muehle-werbelow.de/) eigentlich nicht in der Straße Werbelow sondern im Ortsteil Werbelow in der Gemeide Uckerland liegt, die zur Kreisstadt Prenzlau gehört. Die Tour verlängerte sich so auf 142Km. Hinzu kam, dass die Meinung „ab Berlin geht es nur bergab“ schnell zur Mär wurde. Die Eiszeit hat eine vielseitige unfassbar wellige Landschaft zurück gelassen. Hier sammelten sich Höhenmeter an, die mir selbst auf den Touren im Süden des Landes nicht für möglich erschienen sind.

Erfreulich, dass ich am Abend ganz spontan noch mit am Tisch sitzen durfte und einen frischen Salat und Tortellini mit Sahnesauce und Parmesam bekam.



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29. Tag

Tour (15Km) kann es wohl nicht wirklich heißen, was der Wechsel zu meiner Gastgeberin Shermin Arif ebenso in Berlin war. Über Mittag fand sich Zeit, einen guten Freund zu treffen und über zukünftige gemeinsame Ziele zu reden. Mein Weg musste an der Goldelse und dem Brandenburger Tor vorbei führen und ging dann Richtung Alexanderplatz. Etwas Zeit für einen notwendig gewordenen Einkauf und die Nacharbeit an diesem Blog füllten die verbliebene Zeit unfassbar schnell aus.

Unter dem Motto „Berlin arabisch“ gab es ein Potpourri aus Berliner Gerichten, arabisch interpretiert. Als Beilage wurde ein Brotsalat serviert. Die Hauptspeise war eine Curry-Wurst (Merguez und Lammwürstchen) mit selbstgekochter Curry-Sauce und scharfe Bratkartoffeln aus dem Ofen „Batata Harra“. Zum Nachtisch erfreuten mich sächsische Quarkkäulchen mit Vanilleapfelmuss und orientalischem Zucker.



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28. Tag

Lang sollte der Tag werden – sehr lang . . .

Meine Tour (175Km) aus der Oberlausitz nach Berlin zu meiner Gastgeberin Eva Schaefers war die bisher längste. Obwohl die Landschaft eher eben war, blieb es nicht unanstrengend ob der oftmals anspruchsvollen Wege. Daran änderte auch der Wechsel zwischen Oberlausitz, Spreewald und Berlin nichts. Bis zum Ende waren mitunter sehr kleine schmale Weglein die einzige Möglichkeit, auf einem recht kurzen Weg ans Ziel zu gelangen. Anstrengend, bzw. sogar unangenehm wurde das letzt Stück des Weges auf Kopfsteinpflaster. Mit einem Reiserad und Gepäck keine leichte Sache.

Zu später Stunde gab es als Vorspeise einen farbenfrohen Salat mit Havelkrebsen. Danach folgte als Hauptgang die Berliner Erbsensuppe mit Bockwurst, Bauch und Speck. Abgerundet wurde alles mit dem Nachtisch, einer Berliner Lufttorte.



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