Posts in Category: Etappen

42. Tag

Auf zur letzten Etappe . . .

Ausgehend von Detmold über Augustdorf und Verl führte die Tour (117Km) spätestens ab Rheda-Wiedenbrück auf mir im Schlaf bekannter Strecke zurück in die Heimat zu meiner Gastgeberin Mechthild Saggel nach Hamm (Westf.) und damit zurück an den Ausgangspunkt meiner photokulinarischen Runde durch Deutschland. Wie jeden Tag bei meinen Gastgebern, war es auch dieses Mal ein sehr schönes Gefühl, erwartet zu werden. An gewohnten Plätzen in der ehemaligen Landesgartenschau Rheda-Wiedenbrück, im Zentrum von Rheda und am Phönixsee in Beckum verweilte ich mit dem Versuch, das Ende meiner Reise zu begreifen – Gelungen ist mir das nicht wirklich.

Eine klare Spargelsuppe mit Parmesameierstich und Fahrradnudeln erfreute meinen Appetit ebenso wie der Westfälische Pfefferpotthast mit Hammer Salzkartoffeln, Gewürzgürkchen und Pflücksalat aus eigenem Garten. Zum Nachtisch gab es Pumpernickelparfait mit marinierten Erdbeeren.


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41. Tag

Zuest durch das Tor und dann eher gemächlich führte die Tour (56Km) zu meiner Gastgeberin Barbara Luetgebrune nach Detmold. Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen und Lage boten sich an und trotz der kurzen Strecke wurde es eine lohnende vorletzte Etappe – Kaum zu glauben, dass es schon zur Neige geht. Das Detmold am Teutoburger Wald liegt, ließ sich erspüren durch kleine Anstiege, die eher Herausforderung als Problem waren.

Lippisches Allerlei auf Schwarzbrot waren eine herzhafte Vorspeise bevor der nur scheinbar einfache Hauptgang Pickert sich von seiner besten Seite zeigte. Gemeinsam mit den sehr verschiedenen „Geschmacksverstärkern“ Leberwurst, Rübenkraut, Marmelade oder Butter als Aufstrich eine schmackhafte Speise. Nachtisch war eine westfälische Quarkspeise mit Kirschwasser und Pumpernickel.


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40. Tag

Bedingt durch eine weitere triftige Absage aus der eigentlichen Planung führte die Tour (78Km) von Hannover nach Porta Westfalica in eine Zwischenübernachtung. Der Blick auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal machte mir unmissverständlich klar, dass ich nach bisher 40 Tagen auf dem Fahrrad durch Deutschland direkt vor dem Tor zu Westfalen „Porta Westfalica“ stehe und ab morgen in heimatlichen Gefilden unterwegs sein werde.

Geschickt gewählt war der Weg ab Hannover über Bad Nenndorf, Stadthagen und Minden entlang aber eben nicht über das Weser Bergland. So blieb zwar der Asublick auf die Städte versagt, aber der Anblick der Berge machte dies wett.


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39. Tag

Zu meiner Gastgeberin Kerstin Gerhardt nach Hannover führte mich die Tour (66Km) auf der dritten Etappe aus dem Norden. Geschickt fernab größerer Ortschaften führte der Weg durch eine von Land- u. Forstwirtschaft geprägte Region. Deutschland ist ein Agrarland – mein Eindruck auf der gesamten Reise bestätigt sich einmal mehr. Gut geführt in Hannover blieb nicht unbemerkt, welch Hektik eine Großstadt zu verursachen vermag.

Als Hauptspeise und zum Abschluß der Saison gab es Spargel satt mit Schinken, Schweinefilett, Kartoffeln, ausgelassener Butter und Hollandaise. Der Nachtisch zum Besuch der Königin von England und der Verwandschaft nach Hannover war ein Trifle mit Erdbeeren und Whisky.


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38. Tag

Ausgestattet mit vielen guten Tipps zu meiner nächsten Tour (94Km) bis Walsrode durfte ich gleich nach dem Start bemerken, dass ein Reisefahrrad keine Wanderschuhe hat. So verzichtete ich schweren Herzens auf den Brunsberg und wähle die Route mitten durch die größe zusammenhängende Heidefläche (40Km²) über Undeloh und das Heidemuseum in Wilsede mitten in der Lündeburger Heide. Diese Entscheidung war lohnend, wenn auch hier der Sand unter den Reifen keine leichte Angelegenheit wurde. Ab Niederhaverbeck wurde es auf dem Weg nach Soltau und Walsrode wieder zügig.

Es soll in seltenen Fällen schon einmal vorkommen, das man als zahlender Gast die Betriebsabläufe stört. Der feine Unterschied liegt darin, ob man dies zu spüren bekommt oder nicht.


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37. Tag

Die Weite des Nordens hat mich dazu bewegt, die Strecke nach Hannover in drei Etappen zu teilen. So führte mich die Tour (112Km) am heutigen Tage nach Buchholz. Obwohl die drei Fähren im Dauerbetrieb unterwegs sind über die Elbe zwischen Glückstadt und Wischhafen, braucht es seine Zeit und schnell ist mehr als eine Stunde „verloren“. Wobei die Zeit für die Überfahrt an dieser enorm breiten Stelle der Elbe (3.000m) keinesfalls wirklich „verloren“ wäre. Auf dem weiteren Weg durch Stade, ein kurzer Aufenthalt beim Stadtfest und durch weitläufige Landschaft und viele Felder gelange ich nach Buchholz.

Herzlich und herzhaft versorgt wurde ich am Abend trotz später Stunde im Ferienheim Heideruh e.V. (http://www.heideruh.de/), bevor es müde und zufrieden in die geruhsame Nacht ging.


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36. Tag

Nach meinem Ruhetag ging es wieder frohen Mutes auf zur nächsten Tour (107Km) weiter in Richtung Norden zu meinem Gastgeber Andreas Schmidt-Naumkin in Itzehoe. Nach einer kurzen Strecke schon erreichte ich die Stadt Hamburg und fuhr von Osten kommend am Zentrum vorbei direkt in den Norden, um ab dort wieder über ländliche Strecken über Pinneberg und Elmshorn zum Ziel zu gelangen. Die scheinbar recht gleichförmige flache Landschaft verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit, um deren feine Nuancen zu bemerken.

Versöhnlich stimmte mich nach einer kleinen Crux kurz vor der Ankunft die Büsumer Krabbensuppe zur Vorspeise. Nicht lange auf sich warten ließ als Hauptspeise das rosa gebratene Lammlenchen an Spitzkohlgemüse und Rosmarinkartoffeln. Panna Cotta auf einem Spiegel aus Holsteiner Cox und Fliederbeersaft, Espresso und Eiergrog als Nachspeise und Aperitif.


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35. Tag

Nach recht kaltem Wetter und zu wenigen Versorgungsmöglichkeiten auf den letzten Touren war in Geesthacht bei meiner Gastgeberin Regina Ebeling ein echter Ruhetag, Erholung und Auftanken dringend erforderlich.

34. Tag

Auf den Weg von Glaisin nach Geesthacht zu meiner Gastgeberin Regina Ebeling führte mich meine Tour (92Km). Erneut zeigte sich, dass es in Deutschland noch Landschaft ohne Wege gibt. Zumindest ohne Wege, die einen Mindestanspruch für Radfahrer erfüllen. Besonders heftig wurden einige Km Straße, die in kurzen Abständen von ca. 30cm harte 5cm hohe Wellen aufwies. Hier war vor lauter heftigen Schlägen an fahren nicht mehr zu denken. Immer wieder Kopfsteinpflaster in defektem Zustand, Betonplattenwege mit teilweise heraus schauendem Eisen und tiefe Sandwege machten diese Tour zur Tortur. Erst entlang einer Landstraße und später einer Bundesstraße wurde der Fahrradweg wieder fahrbar. Ein ausgewiesener Teil der Elberoute führte dann sogleich wieder in eine Wiese. Hier darf nachgearbeitet werden im Sinne des gewünschten Tourismus.

Nach diesen Bedinungen, es soll kein Jammern sein, war die heiße Soljanka Suppe eine Wohltat. Labskaus als Hauptspeise waren eine deftige Mahlzeit zur Stärkung. Hamburger rote Grütze mit Früchten und Vanillesauce stimmten mich zunächst versöhnlich.



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33. Tag

Kein Bett im Kornfeld . . .

Lange dauerte es, bis ich in einem der wenigen Orte zwischen Lenz und der Übernächsten Station Geesthacht eine Übernachtung fand. Lust auf Ludwigslust hatten zuvor schon andere und so fand sich noch ein sehr schönes Zimmer in Glaisin in der Nähe von Ludwigslust. Die Tour (92Km) verlief durch mitunter fast leere Landschaft, teilweise verlassene Dörfer und Wege, die Reiseradler an ihre Grenzen bringen. Hier zeigte sich unabhängig von der Schafskälte zum ersten Mal, das nicht in jeder Landschaft gleich lange Touren zu bewerkstelligen sind. Doppelte Anstrengung ergibt in Zukunft halbe Strecke.

Rettung in letzter Not war ein Brot von einem Bäcker, wo ich alles außer diesem erwartet hätte. Seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, war es schnell zur Hälfte verspeißt und dazu noch ein übergroßes Stück Rhababerstreusel. Einige Orte weiter gab es einen Dorfladen „Der Landmann“ bei dem ich meine Verpflegung bis in den Abend mit Wurt, Käse, Schokolade und einem Eis ergänzte.



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